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Gestern bei Möbel Roller in Magde­burg: Es war mir eine große Freude, zwischen den ganzen depri­mie­ren­den Brech­reiz­sprü­chen à la „Lebe Deinen Traum, denn Dein Traum lebt Dich, solange Du Du bleibst vong Träumung her!“ einen dezent platzier­ten SLIME‐Schriftzug (Bild oben) zu entde­cken. Ebenso großar­tig wie subver­siv. Brüllen, zertrüm­mern und weg. Weiter so, liebe/r unbekannte/r Möbel Roller‐Dekoqueen oder -king.

Woran die Damen und Herren von Möbel Roller aber unbedingt arbei­ten müssen, ist die Recht­schrei­bung; denn mein „zu hause“ wird trotz der haarsträu­ben­den Werbung auch weiter­hin mein „Zuhause“ bleiben.



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3 Jahre Garan­tie auf diesen Haufen Elektro­schrott, der sich mit dem DUAL‐Logo schmückt, den Schwarz­wald aller­dings besten­falls aus dem Fernse­hen kennt. Ich würde da aus Sicher­heits­grün­den keine Platte aufle­gen. Herrlich auch die Werbe­aus­sage bezüg­lich der „Kraft­volle 2 x 5 Watt Musik­leis­tung“. Das dürfte irgendwo zwischen knallen­der Blech­büchse und Trabant‐Auspuff liegen und klingt wahrschein­lich auch genauso. Herrje­mine!

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„Wegen Krank­heit ist der Fleischer vorüber­ge­hend ab 12 Uhr geschlos­sen.“ Mögli­che Alter­na­tiv­ti­tel: „Ein Metzger im Mettfie­ber“, „Ausbruch der Gehack­tes­grippe“, „Schwind­sucht am Sülzko­te­lett“, „Die letzten Tage der Mortadella‐Malaria“ oder – mein Favorit – „Wiener Würstchen‐Wut“.

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Nur diese Woche im Angebot: Die Lebens­ein­stel­lung auf Holz, 30 x 80 cm. Gehört gleich neben das „Carpe Diem“ an die Wohnzim­mer­wand geklatscht. Gehe Deine Weg, bleib immer Du selbst, vertrau auf Deine Stärken, sei glück­lich, entde­cke die Welt, fälle einen Baum, fahr Dein Auto gegen eine Wand und hör niemals auf zu saufen. Und in der Küche dann Tapeten mit dem sich ewig wieder­ho­len­den Mantra „Café – Cappuc­cino – Espresso – Latte Macchiato“. Brech­reiz garan­tiert!

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Der Tag, an dem ich merkte, das es zwischen mir und meiner Edeltraud nicht mehr sonder­lich gut lief, war ein nebli­ger Mittwoch. Gerade hatte ich meiner Hilde­gard das Frühstück berei­tet, als es klingelte. Der Postmann stand vor der Tür und sein grenz­de­bi­les Grinsen verriet mir sofort, das es zwischen ihm und meiner Hanne­lore etwas geben mußte, das bis zu diesem nebli­gen Mittwoch­mor­gen im ebenso nebli­gen Tal meiner Vorstel­lungs­kraft verbor­gen lag. Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Sieglinde beich­tete mir alles sofort und nach kurzem Nerven­zu­sam­men­bruch meiner­seits, lud ich sie zu einem Abend ins Café Sahne­tört­chen ein. „Paarbis­tro – Zeit zu zweit“ hieß das Angebot und versprach einen „beson­de­ren Abend mit Ihrem Partner oder Ihrer Partne­rin abseits vom Alltag“. Das war nicht zuviel verspro­chen, denn meine Waltraud und ich wurden im Rahmen des Paarbis­tros wie die beiden alten Deutsch­lands wieder verei­nigt und sind seither wie ein Herz und eine Seele. Und morgen schon feiern wir Eiserne Hochzeit. Und Sie sind alle einge­la­den. Sofern Sie die Adresse kennen. Die ich aber nicht verrate, denn ich bin sehr arm und kann mir keine Schma­rot­zer am Tisch leisten.

Einen schönen Abend
Ihr glück­li­cher Gunnar Roß

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Eine schöne Sendung im NDR‐Nachtclub über das Parock­ti­kum, DT64, Lutz Schramm und die Indie‐Szene der DDR Ende der 80er Jahre. Natür­lich mit viel Musik aus der Zeit. Absolut hörens­wert!

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