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In der weißen Hölle vom Bördetal

von Torsten am 20. Dezember 2010 · 6 Kommentare

in Kraut und Rüben, Träume in Technicolor

Der italie­ni­sche B-Film-Gott Luigi Wettoni-Caprioli hat am Wochen­ende seinen neuen Film „In der weißen Hölle vom Börde­tal“ vorge­stellt. In Wettoni-Capriolis neuem Machwerk geht es um die Einschrän­kung der Bewegungs­frei­heit durch den Einfluß des Wetters. Wie gewohnt stellt der Altmeis­ter des gehobe­nen Quarks dabei erneut ein paar bemer­kens­werte Thesen auf. Hier ein paar Szenen­fo­tos:

Der Film ist mit dem kanadi­schen Charak­ter­dar­stel­ler Bobby Lizzard und der wie gewohnt bezau­bern­den deutschen Mimin Friede­rike Rost hochka­rä­tig besetzt. Die Kritik jedoch ist gespal­ten, während vor allem gestan­dene Kriti­ker die Ähnlich­kei­ten zu seinem Werk „Schnee­la­ge­rungs­ka­pa­zi­täts­pro­bleme vom letzten Jahr monie­ren, ist das junge Publi­kum durch­weg begeis­tert.

Für eine Auffüh­rung des neuen Werkes „In der weißen Hölle vom Börde­tal“ in Ihrer Nähe schauen Sie bitte aus dem Fenster.

{ 6 Kommentare… sie unten lesen oder einen hinzufügen }

1 jule wäscht sich nie Dezember 20, 2010 um 15:30 Uhr

wie subtil und nur ahnend die Schnee­haube auf dem Autodach die latente Risiko­be­reit­schaft und das spätere Grauen vermittelt..ach was sag ich-andeutet. Da muss der geneigte Zuschauer einen ganz feinen Sinn haben und dass Wettoni-Caprioli dies von seinen Fans verlangt und einfor­dert ist ein Grund mehr sich dieses Meister­werk anzuschauen!

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2 schatten Dezember 21, 2010 um 08:42 Uhr

die Börde­be­hörde hats aber gemüt­lich 🙂
tatsäch­lich ähnli­che Kulisse wie letztes Jahr, das lässt sich nicht verschwei­gen :mrgreen:

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3 marcus Dezember 22, 2010 um 08:59 Uhr

Gibts da auch so vorher/nachher Fotos von :mrgreen:

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4 Gunnar Roß Dezember 22, 2010 um 15:09 Uhr

Ihr Lieben,
auch ich erinnere mich noch an Wettoni-Caprioli und insbe­son­dere an sein Frühwerk, als wäre er erst gestern gewesen bzw. es erst gestern entstan­den! Als ich im Winter 1947 aus russi­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft in meine Heimat zurück­kehrte, sprach ein jeder von Wettoni-Caprioli. Sein Filmde­büt Die Geschichte vom wankel­mü­ti­gen Wind im Wandel der Gezei­ten war gerade auf DVD veröf­fent­licht wurden und ich hatte die Ehre, der Urauf­füh­rung beiwoh­nen zu dürfen. Es muß in Berlin, Paris oder Los Angeles gewesen sein – meine Erinne­rung bleicht zuneh­mend aus, so wie eine Boden­fliese nach der Behand­lung mit Cilit Bäng Anti-Schimmel. Das ganze Kino war vom Esprit und der maßlo­sen Ignoranz des Altmeis­ters faszi­niert. Bis heute hat mich kein Film mehr so berüht, wie es der Wankel­mü­tige Wind in jenen Tagen tat. Diese Bilder, diese Strin­genz, diese subur­ba­nen Zwischen­töne! Diese Brillanz der Monoto­nie, dieses gecken­hafte Geifern des gütigen Gockels – ach, ich könnte stunden­lang schwär­men. Allein, die aufzu­hän­gende Wäsche hindert mich!

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5 jule wäscht sich nie Dezember 22, 2010 um 18:56 Uhr

Wenn ich mich recht entsinne hat der im Jahre 1978 auch den Endzeit­film „Die weiße Apoka­lypse von Thürin­gen“ gedreht. Leider kam der aufgrund von politi­scher Zensur nie raus. Ach ja der Caprioli. Ein Teufels­kerl.

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6 Ettevlov Dezember 26, 2010 um 23:51 Uhr

ja, Gunnar Rossen‚s  beitrag erinnert mich dann auch an den schreck­li­chen winter von 149596 und dass damals schon Wettoni-Caprioli erste versu­che mit seiner camera obscura zur dokumen­ta­tion des winter­li­chen grauens unter­nom­men hatte. es scheint mir fast wie gestern, wie er seiner­zeit versuchte, mit den mitteln der zeit eine holz-DVD zu schnit­zen, um sein aller­ers­tes werk, das natür­li­cher­weise heute niemand mehr kennt, unter die klebel­ap­pen seines studio­an­gren­zen­den mittel­al­ter­mark­tes zu bringen. 16 heller 10 war dann wohl doch ein zu unver­schäm­ter preis, zumal das handge­schrie­bene booklet auf birken­rinde nicht wirklich dekora­tiv in die aus ziegen­häu­ten gegerbte DVD-hülle einge­passt werden konnte. aber das nur neben­bei! will eigent­lich sagen, dass unserem Wettoni-Caprioli noch frühere werke als bisher bekannt zugeord­net werden können: 1495 – „Keine Gewalt, weil arsch­kalt“; dann eine sehr bemer­kens­werte zeitge­nös­si­sche dokumen­ta­tion des winters vor dem vorfrüh­ling des bürger­li­chen aufbruchs in eine neue zeit von 1848 – „Revolu­tion ist Scheiße, ich geh‘ heizen“ und natür­lich das leider nur sehr wenigen zugäng­li­che werk wetter­ge­wal­ti­ger epik im minus­be­reich mensch­li­cher empfin­dun­gen, das meister­haft die kristal­line struk­tur subjek­ti­ver frost­be­find­lich­kei­ten im kontext des bourgeoi­sen tempe­ra­tur­ter­rors unter dem einfluss thermo­sta­ti­scher steue­rungs­tech­nik im wohlfühl­be­reich verdeut­licht und 1946 knapp ein jahr vor „Die Geschichte vom wankel­mü­ti­gen Wind im Wandel der Gezei­ten“ auf venyl mit bilder­klä­rung erschie­nen ist: „Heiland Vaillant“! diese scheibe ist meines erach­tens mehr als exempla­risch für das wirken Wettoni-Capriolis und erst hier erschliesst sich auch das spätere werk in gänze! an den verehr­ten Gunnar Roß zum schluss: auch ich kam im winter 1947 aus der kriegs­ge­fan­gen­schaft in meine heimat zurück, aller­dings nicht aus russi­scher sondern aus eheli­cher.  eigent­lich hätten wir uns unter­wegs mal treffen können, wenn sie mich denn angeru­fen hätten! aber nach so vielen jahren lassen wir es so, wie es nun mal war, denn früher bringt später auch nix mehr …

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