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90er

Leipzig im Herbst

by Torsten on 9. Oktober 2017 · 0 comments

in Fundsachen, Politik

Ein sehens­wer­ter Dokumen­tar­film von Andreas Vogt aus dem Jahr 1990. Läßt sich leider nicht einbet­ten, hier geht’s zum Film.

Herbst ’89, die Ereig­nisse auf den Straßen in Leipzig überstür­zen sich. Und doch sind nur wenige Dokumen­tar­fil­mer in diesen entschei­den­den Tagen mit der Kamera dabei. „Leipzig im Herbst“ war die erste und ist die wohl umfas­sendste Dokumen­ta­tion der Ereig­nisse. Im Film kommen Demons­tran­ten, Polizis­ten, Wehrpflich­tige, Pasto­ren, Arbei­ter und Funktio­näre zu Wort, es zeigen sich Erbit­te­rung, Angst und Hoffnung, und jene gefähr­li­che Zuspit­zung der Lage, als fast jeder mit Gewalt rechnete.

Neben der revolu­tio­nä­ren Masse auf den Straßen werden die verschie­de­nen Menschen sicht­bar – auf beiden Seiten. Revolu­tion in Deutsch­land zwischen Erbit­te­rung und Hoffnung – ausge­tra­gen zwischen Dienst­schluss und Schla­fens­zeit.


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Das wir alt gewor­den sind, merken wir nicht nur daran, daß auf den Torten kaum noch Platz für die Geburts­tags­ker­zen ist, sondern auch daran, daß „unsere“ Alben alt gewor­den sind. Automa­tic For The People ist gestern 25 gewor­den. Es ist hervor­ra­gend gealtert; es geht ihm gut und es läßt schön grüßen. Ich hab mir die CD bei Erschei­nen 1992 in London gekauft und die läuft immer noch. Eines meiner wenigen Top-Alben, das ich nicht auf Schall­platte besitze. Anfang Novem­ber jedoch gibt’s zum Geburts­tag eine Wieder­ver­öf­fent­lich­tung, da werde ich eventu­ell zuschla­gen.

Bei der Vielzahl an guten Songs, weiß ich gar nicht, wo ich mit dem Loben anfan­gen soll. Drive ist einer der tolls­ten Opener aller Zeiten, Try Not To Breathe ist einfach großar­tig, Nights­wim­ming, Find The River … alles aller­größ­tes Kino. So gut waren R.E.M. auf Album­länge leider nie wieder… oder, um es kurz zu machen, der erste Youtube-Kommentar unter dem Album Stream: „One of the best albums ever made. Enough said.“ Happy Birth­day, altes Haus!


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Am kommen­den Diens­tag, dem 9. Mai, ist der Überfall an den Elbter­ras­sen in Magdeburg-Cracau genau 25 Jahre her. Torsten Lamprecht starb zwei Tage später an den Folgen des Angriffs.

Für mich persön­lich stellt dieser Tag bis heute eine Zäsur dar. Seit dem 9. Mai 1992 ging es um Leben oder Tod, das weiß jeder, der erlebt hat, was für ein gewalt­tä­ti­ges und rassis­ti­sches Drecks­loch das Magde­burg der 90er Jahre war. Ich möchte mich dazu nicht weiter auslas­sen, sondern lieber auf die Gedenk­ver­an­stal­tung am Diens­tag, dem 9. Mai 2016 um 16.00 Uhr hinwei­sen. Die Mahnwa­che findet am Torsten-Lamprecht Weg/Ecke Brücke am Wasser­fall statt. Der Veran­stal­tungs­ort befin­det sich in unmit­tel­ba­rer Nähe der ehema­li­gen „Elbter­ras­sen“.

Darüber hinaus findet am Mittwoch, den 17. Mai 2016 um 19.30 Uhr eine Diskus­si­ons­runde unter dem Motto „„Torsten Lamprecht ist tot!“ – Die Stadt­ge­sell­schaft und die Erinne­rungs­kul­tur an die rechte Gewalt der Neunzi­ger Jahre“ statt. Die Veran­stal­tung läuft unter dem Leitsatz

1992: Angriff auf die „Elbter­ras­sen“ und Tod von Torsten Lamprecht, 1994: „Himmel­fahrts­kra­walle“, 1997: tödli­cher Angriff auf Frank Böttcher: Die Neunzi­ger Jahre waren ein Jahrzehnt massi­ver rechter Gewalt. Wir wollen in der Veran­stal­tung zurück­schauen auf diese Zeit zurück- und davon ausge­hend auf heute schauen: Was hat sich in der Magde­bur­ger Stadt­ge­sell­schaft im Umgang mit rechter Gewalt seitdem verän­dert? Was müsste noch getan werden?

und findet in der Feuer­wa­che, Halber­städ­ter Straße 140, statt.

Organi­siert werden beide Veran­stal­tun­gen vom Bündnis gegen Rechts Magde­burg.

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Bin beim Googlen nach Bildern der Stadt Magde­burg vor dem 2. Weltkrieg auf dieses Bild gesto­ßen. Es datiert aller­dings auf 1992, und somit deutlich in eine Zeit nach dem 2. Weltkrieg. An sich ist an dem Bild nichts Beson­de­res, wäre da nicht der Balkon in der linken oberen Ecke des Bildes. Das ist das Haus Breiter Weg 227 und dieser Balkon war einige Jahre lang der meinige. Da ich kaum Fotos aus dieser Zeit habe, habe ich mich über den Schnapp­schuss gefreut. Magde­burg ist sowas wie meine alte Hassliebe, eine eigent­lich schöne Stadt; wären da nicht die ganzen Magde­bur­ger… Erfreu­li­cher­weise ist der Ruf der Stadt in den letzten Jahren aber besser gewor­den.

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Pearl Jam – Vs.

by Torsten on 23. August 2014 · 0 comments

in Musik

Endlich auf Vinyl im Haus: Pearl Jams zweites Album „Vs.“. Ein Knüller vor dem Herrn, mit keinem anderen Album verbinde ich soviele Erinne­run­gen an die frühen neunzi­ger Jahre, von R.E.M.s „Automa­tic For The People“ mal abgese­hen. Großes Grunge­ten­nis auf Top-Niveau, laut, adrett, nassforsch, epochal und phäno­me­nal. Die 180g-Pressung auf Music On Vinyl klingt einfach schwei­ne­geil. Heute Matten­schüt­teln bis nach Mitter­nacht! I’d rather be … I’d rather be … leik enn ENNIMELL!!!!!



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Erxle­ben im April 1990. Wer’s kennt, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Wer’s nicht kennt, kann sich kaum vorstel­len, wie es dort heute aussieht. Einfach mal an der Abfahrt Bornstedt von der A2 runter auf die B1 fahren und in Helmstedt-Ost wieder drauf. Dann kommt der Inter­es­sierte durch Erxle­ben…

Die Fotos habe ich von der Seite Europeana 1989 ausge­lie­hen. Die nachfol­gen­den Infos über diese Seite stammen von track­tate: „Auf der Platt­form europeana 1989, initi­iert von der Deutschen Kinema­thek, dem Museum für Film und Fernse­hen, können Menschen aus ganz Europa ihre Geschich­ten, Fotos und Dokumente posten, die sie mit dem politi­schen Umbruch 1989 in ganz Europa verbin­den. So soll ein einzig­ar­ti­ges bebil­der­tes kollek­ti­ves Gedächt­nis entste­hen. Dass 1989 weniger ein Moment, sondern vielmehr der Fixpunkt eines Prozes­ses ist und als solcher demzu­folge eine Vor- und eine Nachge­schichte hat, wird auf den Fotos, die User bis dato online gestellt haben, sehr schön deutlich…“

Tolle Bilder dabei, unter anderem auch vom Grenz­über­gang in Marien­born. Sollte man gesehen haben!

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