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Musik

Beatmartin – Ruhrpottsoul

„Je später der Abend, desto schöner die Gäste.“ So geht ein altes Sprich­wort. In Abwand­lung dessen möchte ich sagen: Manch­mal schneit einem eine Platte ins Haus, die man so nicht auf dem Radar hatte und sich dann gleich fragt, wieso ein so umwer­fen­des Werk so lange an einem vorbei­ge­hen konnte…

Entdeckt habe ich Beatmar­tin auf dem France Gall-Tribute-Sampler aus dem Hause Sunny Bastards. Darauf­hin hab ich mir das Album Ruhrpott­soul gekauft und bin seitdem aller­schwers­tens infiziert. Beatmar­tin kommen – welch Überra­schung! – aus dem Ruhrpott und spielen eine northern-soulige Mischung aus Punkrock, Mod und Beat. Das großar­tigste an ihrem Sound ist die Hammond-Orgel, die mich schwer an Super­punk und die Murder City Devils erinnert. Auch die Aeronau­ten kommen mir bei Beatmar­tins Sound öfter in den Sinn. Dennoch eine absolut eigen­stän­dige, mitrei­ßende und exzel­lente Platte, die ich hiermit ganz offizi­ell aller­wärms­tens empfeh­len möchte. Es ist mir absolut rätsel­haft, das dieses Album aus dem Jahr 2004 nicht längst überall ausver­kauft ist. Ein hinrei­ßen­des Stück Musik!

Reinhö­ren könnt ihr bei Sound­cloud oder z. B. Spotify. Hab unten mal den Link zum Album einge­fügt. Ich nutz diesen Streaming-Kram ja eher selten, und deshalb sei nochmal empfoh­len, die LP (Vinyl in blau, inkl. CD, bedruck­tes Inner Sleeve) oder die CD zu KAUFEN!!!!!!!!



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Musik

Die Aeronauten – Jetzt Musik (2016 Remaster)

Wir sind Aeronau­ten

Dieser Tage wird ja viel Vinyl wieder­ver­öf­fent­licht. 80% der Wieder­ver­öf­fent­li­chun­gen empfinde ich persön­lich als sinnlos, handelt es sich doch oft um Platten, die man online oder auf dem Flohmarkt für kleines Geld immer noch überall kaufen kann. Manch­mal macht eine Wieder­ver­öf­fent­li­chung aber richtig Sinn – das ist z. B. im vorlie­gen­den Fall so. Die Aeronau­ten haben ihr 1997er Zauber­werk „Jetzt Musik“ neu remas­tert und als LP veröf­fent­licht. Die Auflage beträgt 300 Exemplare, die Platte ist ausschließ­lich direkt bei der Band und auf Konzer­ten erhält­lich. Wer eine haben möchte, schreibt am besten an roger[a]aeronauten.ch. Die Platte ist ein bißchen teuer, aber bei so einer kleinen Auflage und der Klasse des Albums kann man 28,- € (inkl. Versand nach D) durch­aus inves­tie­ren. Zumal die Origi­nal­pres­sung nur noch sehr selten zu bekom­men ist.

Entge­gen den Angaben auf dem Cover ist die Platte übrigens ohne Unter­stüt­zung durch ein Label oder einen Vertrieb erschie­nen. Reißt der Band die 300er Auflage also aus den Händen, denn nur dann (und wohl tatsäch­lich nur dann!) wird es mit Wieder­öf­fent­li­chun­gen von „Gegen alles“ und „1:72“ weiter­ge­hen… Letztere suche ich seit 10 Jahren als LP.

Über die musika­li­sche Quali­tät muß ich keine großen Worte verlie­ren: „Jetzt Musik“ gehört zu meinen Lieblings­al­ben der 90er Jahre.


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Kraut und Rüben Musik

„Robert Smith – der depressivste Mann der DDR (äh, von England!)“

Grufties in der DDR. Ein kurzes aber schönes Fundstück dazu bietet der nachfol­gende Video­aus­schnitt. Grufties, die damals noch nicht Goths oder Waver oder Weißich­wie genannt wurden, gab es vor und nach dem Fall der Mauer so einige in der DDR. Junge Männer und Frauen mit toupier­ten Haaren und einer Vorliebe für The Cure. In ihren schwar­zen Klamot­ten warte­ten sie auf die drei Cure-Songs, die zu spielen sich der Discjo­ckey in der Dorfdisko erbarmte. Depeche Mode oder Die Ärzte gingen zur Not auch noch gut rein. Oder – aus mir heute nicht mehr nachvoll­zieh­ba­ren Gründen – The Catchs „25 Years“. Der DJ aus unserem kleinen Kuhdorf war übrigens fanati­scher Fancy-Fan. Lady of Ice und so … das machte das Warten auf The Cure in der Dorfdisko in Bülstrin­gen nicht unbedingt erträg­li­cher. In diesem Zusam­men­hang erinnere ich mich auch wieder an Camou­flages „The Great Comman­dment“ – auch dazu hotte­ten wir im Rahmen unserer Möglich­kei­ten…

Ich selbst war damals auch irgend­wie so 14 Gruftie und hab das (angeb­li­che) Robert Smith-Zitat „Das Leben ist sinnlos und depri­mie­rend. Irgend­wann buddeln sie Dich ein und verges­sen Dich.“, gesetzt in Fette Fraktur, an meiner Zimmer­wand hängend noch gut vor Augen… 😀

Hier jeden­falls jetzt das kurze Video über Grufties in der DDR, The Cure und Robert Smith – „den depres­sivs­ten Mann der DDR“. 😀

[Hier gefun­den.]

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Villa Hassel

Bin beim Googlen nach Bildern der Stadt Magde­burg vor dem 2. Weltkrieg auf dieses Bild gesto­ßen. Es datiert aller­dings auf 1992, und somit deutlich in eine Zeit nach dem 2. Weltkrieg. An sich ist an dem Bild nichts Beson­de­res, wäre da nicht der Balkon in der linken oberen Ecke des Bildes. Das ist das Haus Breiter Weg 227 und dieser Balkon war einige Jahre lang der meinige. Da ich kaum Fotos aus dieser Zeit habe, habe ich mich über den Schnapp­schuss gefreut. Magde­burg ist sowas wie meine alte Hassliebe, eine eigent­lich schöne Stadt; wären da nicht die ganzen Magde­bur­ger… Erfreu­li­cher­weise ist der Ruf der Stadt in den letzten Jahren aber besser gewor­den.

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Bördebehörde Tonträger Musik

Peppone vs. Hi Tereska – Superduper Limited Edition auf CD

Bevor die guten Buben von Peppone im März ins Studio gehen um den Nachfol­ger ihres Debüt­al­bums einzu­spie­len, gibt es anläß­lich zweier Konzerte nochmal eine alte neue Veröf­fent­li­chung hier auf Börde­be­hörde Tonträ­ger. Das Split-Tape mit Hi Tereska erscheint in 100er Auflage erstmals auf CD.

Die Fakten: 100 handnum­me­rierte CDs in 300 g/qm Recycling-Papphülle mit 8‑seitigem Booklet und 2 Stickern. Alle Exemplare sind handbe­packt, handge­spielt und selbst­re­dend nach den gewohn­ten Quali­täts­kri­te­rien handge­prüft!

Jetzt kommt das Beste: Die CDs gibt’s kosten­los für die jeweils ersten fünfzig Gäste der Konzerte in Wegberg (Alte Post) am 22. Januar bzw. Osnabrück (SubstAnZ) am 23. Januar. Jeweils mit Hi Tereska. Kommt zahlreich und reißt sie Peppone aus den Händen!


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Kraut und Rüben

Achim Mentzel (†)

Du warst einer der letzten großen Enter­tai­ner des Ostens, Verfech­ter der Spree­wald­gurke und des Schun­kel­abends. Du warst immer das gelebte Gegen­teil des „Jamme­ros­sis“. Du hast meiner Ex-Freundin ein Stück selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen gereicht – das werde ich Dir nicht verges­sen. Lebe wohl, Gurken­gott!

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Kraut und Rüben Musik

Neues altes von Morrissey

Über den Jahres­wech­sel sind erstaun­li­che Dinge auf morrissey-solo.com aufge­taucht. 2 User haben auf soundcloud.com diverse bislang unbekannte Demo- bzw. unver­öf­fent­li­che Versio­nen von The Smiths- und Morris­sey-Songs gepos­tet. Einen guten Überblick nebst direk­ter Download-Möglichkeit verschafft dieser Thread. Beson­ders erwäh­nens­wert erscheint mir eine bislang unver­öf­fent­li­che Version von Never Had No One Ever, mit einer Trompete im Mittel­teil und komplett verän­der­tem Gesangs­teil. Auch sonst sind echte Perlen unter den Songs, wie z. B. das mir bislang gänzlich unbekannte Kit.

Außer­dem gibt es einen Broadcast-Mitschnitt des Silves­ter­kon­zer­tes im USC Galen Center Los Angeles. Hier der Thread samt Download-Link, das Konzert ist von erlese­ner Quali­tät.

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Musik

Happy New Year!

Allen Leserin­nen und Lesern ein gutes neues Jahr und viel Glück und vor allem fried­volle Zeiten in 2016! Falls jemand die Alben des Jahres 2015 vermisst – ich hatte im letzten Jahr nicht die Muße für übermä­ßig viele Neuent­de­ckun­gen, deshalb sei hier nur stell­ver­tre­tend das hervor­ra­gende Music Complete von New Order genannt. All Killer, no Filler! Glück Auf und bis bald! 🙂

Nothing But A Fool


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